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Leipzig toleriert, 5.3k

... MigrantInnen nur auf der Bühne

... MigrantInnen nur auf der Bühne, 91.5k

KünstlerInnen mit Migrationshintergrund werden häufig als »Bereicherung« angesehen, nicht als Teil der Kultur in Deutschland. In Leipziger politischen Gremien, wie dem Stadtrat, sind MigrantInnen kaum vertreten.

Leipzig, Ort der Einfalt?

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Siehe auch: Kontext und Bedeutung von »Leipzig toleriert… MigrantInnen nur auf der Bühne«

Alles so schön bunt hier?

Bei Kulturveranstaltungen gehört es schon fast zum guten Ton nicht nur KünstlerInnen aus Deutschland einzuladen bzw. nicht nur "weiße" SängerInnen oder TänzerInnen zu präsentieren. Allzu oft wird dann von "exotischen" Darbietungen gesprochen oder, dass jemand "Rhythmus im Blut" habe, eine Band "für einen Farbklecks" gesorgt habe etc. Solche rassistischen Zuschreibungen schreiben die Gegensätzlichkeit von "deutscher" Kultur entgegen einer vermeintlich "anderen, fremden" Kultur bei. Sobald eine KünstlerIn eine schwarze Hautfarbe hat, wird er oder sie als Afrikanerin angesehen und beschrieben, egal, ob er oder sie vielleicht in Deutschland, Schweden oder sonst wo geboren wurde und in Leipzig, Bitterfeld oder Markkleeberg aufgewachsen ist.
Eine einzelne Person wird als VertreterIn eines ganzen Landes oder sogar Kontinents gesehen, und die Schlussfolgerung gezogen: im Land xy können also alle tanzen, trommeln, schnell laufen, singen oder was auch immer.
So beliebt, wie MigrantInnen oder Deutsche aus Einwanderfamilien bei Kulturveranstaltungen sind, so unbeliebt scheinen sie an verantwortlichen Positionen oder in politischen Gremien zu sein. Es wurde zum Beispiel als große Besonderheit diskutiert, dass Cem Özdemir in den Bundesvorstand der Partei Bündnis90/Die Grünen gewählt wurde, fälschlicherweise wurde häufig behauptet er sei in der Türkei geboren, obwohl er aus Schwaben stammt. Auch in Leipzig sind Ämter und Stadtparlament fest in "weißer" Hand.

Mehr Infos

Die antirassistische Gruppe Leipzig kritisiert das Konzept Multikulturalismus Multikulturell?! - kulturell rassistisch! (http://www.nadir.org/nadir/initiativ/antira-leipzig/archiv/a24.htm)

Eintrag bei Wikipedia zum Thema kultureller Rassismus: (http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen)

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) versteht sich als "Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für alle Fragen zu Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, des Geschlechts, sexueller Orientierung, Lebensalter oder Behinderung"" (http://www.adb-sachsen.de/)

Mehr Links zu antirassistischen Initiativen finden sich in unserer Linkliste.
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Gefördert im Rahmen des Lokalen Aktionsplans der Stadt Leipzig durch das Bundesprogramm »VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«

Vielfalt tut gut, 14.3k Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2.7k
aufsehen.conne-island.de - »Leipzig: Aufsehen!« - September-Dezember 2008 - Impressum