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Leipzig toleriert, 5.3k

... Nazis im Stadion

... Nazis im Stadion, 73.2k

Nazistische Transparente, Aufnäher und antisemitische Sprechchöre wie »Juden Jena« oder »Wir bauen eine U-Bahn nach Auschwitz« gehören zum Alltag im Leipziger Fußball.

Leipzig, Ort der Einfalt?

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Siehe auch: Kontext und Bedeutung von »Leipzig toleriert… Nazis im Stadion«

Rassismus und Antisemitismus im Leipziger Fußball

Bei unserer Postkartenserie haben wir uns unter anderem mit dem Thema Nazis und nazistische Inhalte im Fußballstadion/ beim Fußball beschäftigt. Bewusst wählten wir dieses Thema, da es öffentlich in Leipzig nur selten thematisiert und problematisiert wird. Wir sehen das als Missstand an und wollen aufmerksam darauf machen, dass Rassismus im Fußball kein Randphänomen ist, sondern offen bei diversen Spielen über Sprechchöre, Transpis oder das Tragen diverser nationalistischer, faschistischer Klamotten zur Schau gestellt wird. Reagiert wird darauf seitens der Stadt oder Verantwortlicher der Vereine nur, wenn ein Ignorieren nicht mehr möglich ist. So zum Beispiel im Februar 2007, als es bei Lok nach "Juden"- Rufen zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit der Polizei kam (siehe Neues Deutschland, 12.2.07). In solchen Situationen zeigen sich die Verantwortlichen betroffen, geschockt, ob solchen Ausmaßes an rechter Ideologie, die frei gezeigt wird. Dabei sind Vorfälle, bei denen schwarze Feldspieler mit Affenlauten beleidigt und diskriminiert werden oder das Ausrollen nationalistischer Transpis keine Seltenheit im Leipziger Fußball (siehe Fotos). Es gibt keine Ordner, die dagegen vorgehen, wenn "Wir bauen eine U-Bahn nach Auschwitz" gegrölt wird, um den Gegner dort dann fiktiv in die Gaskammern zu stecken.
Erschreckend ist auch, dass sich Fans, die sich im Stadion aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren, in ihrer Arbeit kaum aktiv unterstützt werden.
Leipzig toleriert rassistische Fans im Stadion. Ein Vorgehen auf breiter Ebene ist für uns nicht ersichtlich. Transparente, Rufe und NS- verherrlichendes Merchandise wird wahrscheinlich nicht mal als anstößig aufgenommen. Dabei ginge es auch anders! Rassismus zu ignorieren, heißt ihn zu tolerieren und zu akzeptieren.

Mehr Infos

Interview mit dem Sportsoziologen Gunter A. Pilz über den laxen Umgang von Lok Leipzig mit rechten Fans: Offener Rassismus und ein ausgeprägtes Feindbild (http://www.bpb.de/themen/UOUUSY,0,Offener_Rassismus_und_ein_ausgepr%E4gtes_Feindbild.html)

Artikel über rassistische und antisemitische Angriffe im sächsischen Jugendfußball: Judenhass in der Kinderliga (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,485723,00.html) Rassismus in Kinderliga - Politiker streiten über Strategie (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,486009,00.html)

Links:

Leipziger Vereine und Initiativen gegen Rassismus beim Fußball

Die antirassistische Initiative, aus dem Umfeld der BSG (Chemie) Leipzig: Wir sind Ade (http://www.wir-sind-ade.de/) nennt sich nun Bunte Kurve (http://www.bunte-kurve.de/). Auch auf der alten Webseite finden sich noch viele Hintergrundartikel zu rassistischen Angriffen im Leipziger Fußball.

Roter Stern Leipziger, ein alternativer Fußballverein www.roter-stern-leipzig.de

Vereinsübergreifenden Webseiten

B. A. F. F. das Bündnis aktiver Fußballfans (www.aktive-fans.de)

FARE: Football Against Racism In Europe (de.farenet.org)

FLUTLICHT e. V. (www.flutlicht.org)

dem ball ist egal, wer ihn tritt (www.demballegal.de)

Am Ball bleiben - Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung (www.amballbleiben.org)

Fußballvereine gegen rechts (www.fussballvereine-gegen-rechts.de)
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Gefördert im Rahmen des Lokalen Aktionsplans der Stadt Leipzig durch das Bundesprogramm »VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«

Vielfalt tut gut, 14.3k Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2.7k
aufsehen.conne-island.de - »Leipzig: Aufsehen!« - September-Dezember 2008 - Impressum